Wo spart man mehr? Payback und Deutschland Card im Vergleich

Welche Karte zücken Sie an der Kasse? Payback Karte oder Deutschland Card? Oder vielleicht sogar beide? Wir haben uns die beiden Bonusprogramme einmal genauer angeschaut und verglichen, mit welcher Karte man mehr sparen kann.

Sie sind die Schwergewichte unter den unzähligen deutschen Bonus- und Kundenkartenprogrammen: Payback und Deutschland Card. Hinter Payback steckt das Kreditkartenunternehmen American Express, hinter Deutschland Card der Medienkonzern Bertelsmann. Doch mit welcher Karte lässt sich im Alltag mehr Geld sparen?

Wo kann man besser Punkte sammeln?

Mit der Deutschland Card sammeln Sie insgesamt bei 11 Partnern vor Ort Punkte. Die attraktivsten Partner dürften dabei die Supermarktkette Edeka und der Discounter Netto sein. Zusätzlich zu den Filialpartnern arbeitet Deutschland Card auch noch mit über 400 Online-Shops zusammen, bei denen man mit jedem Einkauf Punkte sammeln kann.

Payback kommt insgesamt auf 29 Partner vor Ort. Die bekanntesten Anbieter dabei sind real, Rewe, Galeria Kaufhof, dm und Aral. Zudem arbeitet Payback mit über 600 Online-Partnern zusammen.

Payback oder Deutschland Card: Wer hat mehr Mitglieder?

Payback hat nach eigenen Angaben über 28 Millionen Mitglieder in Deutschland. Dass tatsächlich 28 Millionen Deutsche regelmäßig ihre Payback-Karte zücken, darf allerdings bezweifelt werden. In dieser Zahl schlummern mit Sicherheit auch viele Karteileichen – trotzdem ist Payback das mit Abstand größte Bonusprogramm hierzulande!

Auf Platz 2 folgt die Deutschland Card, die nach eigenen Angaben über 20 Millionen Mitglieder in der Datenbank registriert hat. Auch hierbei handelt es sich um eine „Brutto-Zahl“. Die Zahl der aktiven Nutzer dürfte deutlich darunter liegen.

Deutschland Card oder Payback? Welche Punkte sind mehr wert?

Wie viel ein gesammelter Payback oder Deutschland Card Punkt wert ist, kann man auf den ersten Blick gar nicht so leicht beziffern. Beide Bonusprogramme möchten nämlich, dass möglichst viele Kunden ihre Punkte im hauseigenen Prämien-Shop wieder ausgeben.

Zusätzlich bieten beide Anbieter jedoch die Möglichkeit, die gesammelten Punkte gegen Einkaufsgutscheine bei teilnehmenden Partnern einzutauschen. Hier zeigt sich dann der monetäre Wert eines Punkts. Der liegt bei beiden Bonusprogrammen bei 0,01 Euro. Das bedeutet: Wer 1.000 Punkte gesammelt hat, kann sich über einen Cashback in Höhe von 10 Euro freuen!

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Wo spart man besser beim Lebensmitteleinkauf?

Deutschland Card Inhaber punkten bei Edeka und Netto. Payback Karten Nutzer sammeln fleißig bei real und Rewe. In allen Läden bekommen Sie pro 2 Euro Einkaufswert 1 Punkt gutgeschrieben. Mit welchem Kundenkartenprogramm man besser spart, hängt also maßgeblich davon ab, bei welchem Supermarkt oder Discounter man vor Ort regelmäßig einkauft!

Apropos Discounter: Hier hat die Deutschland Card erst einmal mit Netto die Nase vor. Bei der Rewe-Tochter Netto kann man schließlich keine Payback-Punkte sammeln. Allerdings relativiert sich dieser Vorteil, denn über einen kleinen Umweg kann man sogar bei Aldi, dem größten deutschen Discounter, mit jedem Einkauf Payback-Punkte sammeln. Für alle regelmäßigen Aldikäufer sollte eine Payback-Karte also zur Pflichtausstattung in der Brieftasche gehören.

Wer hat online die Nase vorn?

Die Zahl der Partnershops ist bei Payback mit 600 größer als bei Deutschland Card mit 400. Allerdings gibt es bei beiden viele attraktive Partner, die eine große Auswahl zu günstigen Preisen anbieten.

Kleiner Wermutstropfen: Der Online-Riese Amazon macht bei keinem der beiden Programme (mehr) mit. Allerdings gilt auch hier, wie beim Stichwort Aldi: Mit einem kleinen Trick kann man auch bei Amazon nach wie vor Payback-Punkte sammeln!

Wie attraktiv sind die E-Coupons?

Payback und Deutschland Card wären beide gähnend langweilig, wenn es keine regelmäßigen Coupon-Aktionen gäbe – wahlweise als Papier-Coupons, über eine App oder über E-Coupons. So wird man bei diversen Partnern immer mal wieder mit vielen Extra-Punkten belohnt – zum Beispiel 1.000 Extra-Punkte, wenn man bei real für über 100 Euro einkauft.

So werden aus einem mickrigen Standard-Rabatt von 0,5 Prozent auf einmal attraktive 10 Prozent! Solche Aktionen für fleißige Sparfüchse finden sich bei beiden Bonusprogrammen in großer Auswahl und Regelmäßigkeit.

Wer bietet bessere Einlösemöglichkeiten der Punkte?

Deutschland Card und Payback bieten die Möglichkeit, sich für die gesammelten Punkte Prämien auszusuchen, Einkaufsgutscheine zu drucken oder die Punkte in Meilen oder ähnliches umzuwandeln.

Doch bei Payback findet man, gut versteckt in den Tiefen des Website-Menüs, noch eine weitere Option: die Überweisung der Punkte auf das eigene Bankkonto! Wer als meint, dass nur Bares Wahres ist, ist bei Payback genau richtig!

Mit welcher Karte kann man auch bezahlen?

Weder mit der Deutschland Card noch mit der Payback Karte kann man an der Kasse ohne Weiteres zahlen. Beide Karten sind Sammelkarten, keine Zahlkarten! Bei Payback kann man jedoch, im Gegensatz zur Deutschland Card, auf Wunsch auch per Smartphone-App (Payback Pay) bezahlen. Momentan geht das allerdings nur bei Aral, dm, Galeria Kaufhof, real und Alnatura.

Wem das nicht genügt, der steigt von der normalen Payback-Karte zur kostenlosen American Express Payback Karte um. Das ist nämlich gleichzeitig eine Kreditkarte und eine Payback-Karte. Der Clou: Mit jedem Bezahlen sammelt man hier, zusätzlich zu den normalen Punkten, Extra-Punkte. Nämlich 1 Punkt pro 2 Euro – auch bei Nicht-Payback-Partnern!

Fazit: Welches Bonusprogramm ist besser?

Insgesamt hat Payback das größere Partnerangebot, mehr Einlösemöglichkeiten und das attraktivere Gesamtangebot. Vor allem dann, wenn man keine normale, sondern die kostenlose Upgrade-Variante American Express Payback Karte nutzt.

Für alle wirklichen Sparfüchse und Schnäppchenjäger, heißt es eh nicht „oder“, sondern „und“. In jedem Portmonee sollte schließlich Platz genug für Deutschland Card und Payback Card sein!
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